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  02. Oktober 2008
Politwirbel um Hoteltürme auf dem Katschberg II
 
Leider reagiert die Salzburger Landesregierung auf manches gar nicht oder eben sehr spät. So geschehen bei den nun fast fertigen Appartement-Türmen auf dem Katschberg. Warum hat Herr LR Eisl nicht schon vor über einem Jahr auf den Aufschrei seines Parteikollegen BM Fanninger aus St. Michael gehört und so wie jetzt reagiert ( SN-Artikel „Hochhäuser am Katschberg“ vom 5. 7. 2007)?

In meinem Leserbrief auf diesen Artikel (10. 8. 2007) forderte auch ich eine flexiblere Raumordnungspolitik in Salzburg, um den Lungau nicht noch mehr ins Hintertreffen geraten zu lassen. So können auf dem Katschberg im Zentrum zwar Hochhäuser errichtet werden, auf der Salzburger Seite aber wird ein innovatives Projekt in St. Margarethen zur Stromerzeugung mittels Windräder in zwei Kilometern Entfernung vom Katschberg durch die Salzburger Behörden behindert. Dies vor allem deshalb, weil man sich bei Bescheiden hierorts an Vorgaben aus dem Jahr 1978 hält, an die man in Kärnten nicht einmal mehr denkt! So kann die Entwicklung des Lungaus zu einem energieautarken Bereich als Teil des geplanten Biosphärenparkes Lungau sicher nicht weiter vorangetrieben werden!

Dabei könnte das Windenergieprojekt am Aineck — gerade in Kombination mit dem fast fertigen Pumpspeicherwerk Muhr der Salzburg AG — einen großen Schritt in diese Richtung sein! Machen wir es doch unseren steirischen Nachbarn nach, bei denen in den Skigebieten Lachtal-Schönberg (von Tamsweg) und Salzstiegel (bei Graz) der große Energieverbrauch für Lifte, Beschneiung usw. an Ort und Stelle durch Windräder bereits seit Jahren erzeugt wird! St. Margarethen hat sich bereits zwei Mal für die Errichtung von drei Windrädern am Aineck entschieden, wurde aber jedes Mal abgewiesen. Es ist daher verständlich, dass man sich dort einen dritten Anlauf reiflich überlegt, obwohl man dem Projekt überwiegend positiv gegenübersteht.

Meine Bitte an politische und behördliche Entscheidungsträger: Akzeptieren Sie bitte die mehrheitliche Ansicht der Bevölkerung, dass es ein Gebot der Zeit ist, das kostengünstige Geschenk der Natur in Form von Wasser, Wind, Sonne und Erdwärme nicht ungenutzt zu lassen! Durch saubere Energiegewinnung können wir zu unserem eigenen Wohl, dem der nächsten Generationen und der durch den Klimawandel gefährdeten Natur ihr Geschenk an uns wieder zurückgeben!

Mag. Wolf-Dieter Prosinger

5571 Mariapfarr
 
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