| Diese an sich sinnvolle Studie hat die vom Auftraggeber seit Langem forcierte Förderung von Biomasse als besonders effizient bestätigt. Die Studie bezieht sich dabei auf die Förderkosten in Euro pro Tonne CO2-Einsparung. Dabei ergibt sich im Schnitt für Biomasse der Betrag von elf Euro. Als nächstes wird die thermische Sanierung mit zwölf Euro, Solarthermie mit 45 Euro, Windenergie mit 50 Euro ( im Land Salzburg bisher noch kein Windkraftwerk) und Fotovoltaik mit 511 Euro (!) angeführt. Unbestreitbar ist der hohe Stellenwert einer Förderung für die thermische Sanierung von Gebäuden bzw. Neubau von Energiesparhäusern.
In der Studie werden leider sowohl erneuerbare Energieformen zur Wärmeerzeugung als auch zur Stromgewinnung angeführt und miteinander verglichen. Wasser als Möglichkeit zur Strom- und Wärmegewinnung wird überhaupt nicht angeführt. Weiters hat die Studie auch den Mangel, dass Bio masse nur CO2-neutral ist, während Energieerzeugung aus Wasser, Sonne und Wind immer CO2-frei ist.
Daher werden erneuerbare Energieformen in anderen Studien zumeist nach anderen Kriterien beurteilt und nicht nach Förderungswürdigkeit bezüglich CO2-Bilanz. So z. B. nach energetischer „Amortisationszeit“ (Zeit, bis die zur Herstellung aufgewendete Energie durch die Anlage wieder erzeugt wird) oder nach dem „Erntefaktor“ ( Verhältnis der zur Herstellung aufgewendeten Energie zur gesamten während der Lebensdauer dieser Anlage erzeugten Energie).
Allen Studien gemeinsam ist, dass Wasser und Wind in ihrer Effizienz und Umweltverträglichkeit am wirkungsvollsten sind, Biomasse und Wärmeerzeugung durch Sonne (Solarthermie) aber auch akzeptabel sind. Derzeit noch weit abgeschlagen rangiert die Stromerzeugung durch Sonnenenergie (Fotovoltaik).
Für die Effizienz von Fördermaßnahmen ergäbe sich für mich im Gegensatz zu genannter Studie der österreichischen Energieagentur daher eine etwas andere Reihung für sinnvolle Förderung: Wasser und Wind sollten als CO2-freie, erneuerbare und vor allem einheimische Energieträger an erster Stelle stehen, danach Solarthermie, dann Biomasse ( CO2-neutral und einheimisch) und zuletzt mit größerem Abstand Stromgewinnung durch Sonnenenergie. Mag. Wolf-Dieter Prosinger 5571 Mariapfarr |