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  01. März 2010
Ja zu Windenergie
 

Ja zu Windenergie

„Ich finde es nicht richtig, der Errichtung von Windkraftanlagen ‚Landschaftsverschandelung’ zuzuschreiben. Kann sich jemand überhaupt noch das Aineck oder das Speiereck ohne Liftstützen, Liftseile, Gipfelstationen, ausgebaute Almhütten und Bergrestaurants samt riesiger Abfahrtsschneisen  im Wald vorstellen? Alle Gäste sehen und brauchen auch die Autobahn im Zederhaus- und Flachautal mit gewaltigen Tunnelportalen und endlosen Autoschlangen, und die Hochspannungsleitungen am Grat zum Windsfeld und Lungauer Lanschfeld, die teilweise sogar durch Landschaftsschutzgebiet führen. Wen stört es heute, dass unzählige Flugzeuge auf unserem Himmel Streifen ziehen oder Salzburger Siedlungsgebiete lärmend und luftverschmutzend überfliegen. Ich höre oft beim Schifahren  von Urlaubern und Einheimischen (auch ÖAV-Mitgliedern), dass sie gerne mit Windstrom auf einen Berg gondeln und auf die Abhängigkeit und Auswirkungen von Atomstrom verzichten möchten. So stelle ich mir nachhaltiges Wirtschaften im Tourismus in unserer Biosphärenregion in naher Zukunft vor. Wenn jemand Windräder nicht mag hat er vielleicht lieber betonierte Staudämme in Flüssen und Tälern. Dass es Anhänger von importiertem Atomstrom gibt, weiß ich. Aber diesen Leuten sollte man zumindest eine gezielte Anti-Windpropaganda nicht abnehmen. Also Vorsicht am Stammtisch! Man sollte eher denen glauben die es ehrlich mit den Menschen, Gott und der Welt meinen!“

Mag.rer.nat. Willibald Resch